Donnerstag, 24. August 2017

Zurück in den Berg – Grabungsstart 2017

Besprechung im Bergwerk
(Bild: D. Brandner - NHM Wien)
Wie immer geht es für uns nach der Archäologie am Berg auch direkt wieder in den Berg. Die Grabungssaison hat begonnen. 

So konnten wir uns am Dienstag erstmals ein Bild machen, was im Christian von Tusch Werk, unserer bronzezeitlichen Fundstelle, über das Jahr passiert ist. Vor allem in den ersten Tagen stehen uns wieder Sanierungsarbeiten bevor. 

Wie jedes Jahr muss zuallererst das Werkzeug hergerichtet und auf seine Tauglichkeit überprüft werden. Danach können wir anfangen, die Stücke an Material, die sich über das Jahr durch die natürlichen Bewegungen des Gebirges von den Stollenwänden zu lösen begonnen haben, zu entfernen. 

Ende der Woche geht es dann auch schon weiter mit der Interpretation der Befunde und den Forschungsvorhaben für dieses Jahr. 

Sanierungsarbeiten
(Bild: D. Brandner - NHM Wien)
Vor allem die Sohle, also der Boden unserer Stollen, wird dieses Jahr wieder im Fokus stehen. An gleich zwei Stellen werden wir der prähistorischen Originaloberfläche folgen und einiges an darauf abgelagertem Material, den bronzezeitlichen Betriebsabfall, abbauen. 

Gerade in diesen Schichten ist meist auch die Funddichte an zurückgelassenem Werkzeug besonders hoch. Von diesen Stellen erhoffen wir uns schließlich Aufschluß über die bronzezeitliche Arbeitsweise und die Form der angelegten Abbauhallen. 

Im uns altbekannten Nordvortrieb wird die First, also die Decke des Stollens, weiter überhöht und damit die Profile durch das Heidengebirge verlängert, da vor allem hier die Mehrphasigkeit des bronzezeitlichen Bergbaus besonders ersichtlich ist.


Förderung des Materials
(Bild: D. Brandner - NHM Wien)
Für uns heißt es jetzt: an die Arbeit! Wir werden wieder möglichst live von den Fortschritten der Grabung berichten, also bleibt dran. Bis auf Weiteres: Glück auf! 

von Fiona Poppenwimmer










Es geht weiter im Bergwerk von Hallstatt! (Bild: D. Brandner - NHM Wien)
















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