Donnerstag, 7. April 2016

Frühlingserwachen


Alle Jahre wieder wird es auch in Hallstatt Frühling.
Damit öffnen in wenigen Tagen auch die Salzwelten Hallstatt wieder ihre Pforten. Ein Jahr ist es also schon her, dass die bronzezeitliche Holzstiege im Schaubergwerk wieder aufgebaut wurde. Dort ist sie dieses Jahr ab 9. April im Bronzezeit-Kino zu bewundern. Gleichzeitig eröffnen die Salzwelten kommenden Samstag ihr neues Besucherzentrum an der Talstation der Salzbergbahn, in dem auch die Ausgrabungen des römischen Areals vorgestellt werden. 

Die bronzezeitliche Holzstiege im Salzbergwerk Hallstatt
(Bild: Scenomedia)
Doch nicht nur das Schaubergwerk erwacht aus dem Winterschlaf. Auch für uns Archäologen laufen die Vorbereitungen für die Saison 2016 auf Hochtouren.
Nachdem wir den Winter zum Inventarisieren und Dokumentieren der Funde der letzten Grabungskampagne genutzt haben, geht’s bald wieder ins Feld. 

Bevor wir vor Ort unserer Forschung nachgehen können, muss die Infrastruktur im Hochtal erst wieder hergerichtet werden. Die alte Bergschmiede am Hallstätter Salzberg ist offizielle Außenstelle des Naturhistorischen Museums und wurde von der Salinen Austria AG als Grabungsquartier und archäologisches Zentrum für uns adaptiert. Durch die meist strengen Winter muss „die alte Schmiede“ für mehrere Monate im Jahr stillgelegt, also auch Strom, Wasser und dergleichen abgestellt werden. In wenigen Tagen wird der Strom wieder aufgedreht, die Hauptwasserleitung aktiviert, alle Boiler gefüllt und Waschmaschine und Geschirrspüler aus ihrem frostsicheren Winterquartier geholt.  
 
 
Der Frühling erreicht auch das Hallstätter Hochtal
(Bild: H. Reschreiter)
Während die nächsten Wochen also der Frühling das Hochtal erreicht, wird in Wien bereits der erste Teil der Grabungssaison 2016 geplant. Anfang Mai werden wir wieder eine Woche im Salzbergwerk verbringen. Auch dieses Jahr stehen vor allem die Klärung der im bronze- und eisenzeitlichen Bergbau vorhandenen Befunde als auch die Dokumentation und Erhaltung der Fundstellen im Vordergrund. 

Doch auch dem Umland des Hochtales soll durch Begehungen und Befliegungen mit Drohnen vermehrte Aufmerksamkeit zukommen. Wir sind schon gespannt, welche neuen Erkenntnisse wir diesmal gewinnen werden  können. 
Selbstverständlich werden wir hier im Blog wieder live davon berichten. Also dranbleiben!
(von Fiona Poppenwimmer und Hans Reschreiter)

Das Team des Naturhistorischen Museums Wien freut sich schon wieder auf die Arbeit im Berg (Bild: D. Brandner)

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