Donnerstag, 30. April 2015

... und Action 4! - Filmaufnahmen an der BOKU

Konrad Mayer wertet die CT-Schnitte aus
Leoben aus und vermisst die Jahrringbreiten.
(Bild: H. Reschreiter - NHM Wien)
Für das Bronzezeit-Kino an der neuen Schaustelle der Stiege in den Salzwelten Hallstatt wurden nicht nur Aufnahmen im Naturhistorischen Museum in Wien gemacht. Auch bei unseren Partnern von der BOKU Wien wurde gedreht.

Die Universität für Bodenkultur Wien - kurz BOKU - erforscht in ihren unterschiedlichen Fachgebieten verschiedenste erneuerbare Ressourcen.  Die BOKU hat drei Standorte und mehrere Außenstellen. Das Institut für Holztechnologie und Nachwachsende Rohstoffe, mit dem wir bei der Erforschung der Stiege intensiv zusammenarbeiten, befindet sich in Tulln an der Donau.

Michael Grabner betrachtet unter dem
Mikroskop die Jahrringbreiten und
untersucht die Holzart. Diese
Proben stammen aus den Auftritten der
Stiege. (Bild: H. Reschreiter - NHM Wien)
Die Kolleginnen und Kollegen der BOKU bestimmen die Holzarten, die zum Bau der Stiege verwendet wurden. Auch zur Baugeschichte können sie Aussagen treffen, denn mit Hilfe der Jahrringanalyse können sie ermitteln, wann die Bäume für die Stiege gefällt wurden. Das ist zwar im Hinblick auf Hallstatt aus mehreren Gründen nicht immer einfach, aber aufgrund des Erhaltungszustandes insbesondere des Holzes aus dem Bergwerk auch sehr spannend.

Bislang konnten sie bereits ermitteln, dass zum Bau der Stiege das Holz von mindestens 50 einzelnen Bäumen verwendet wurde. Die Auftritte, Distanzbretter und Wangen der Stiege bestehen fast alle aus Fichten- oder Tannenholz. Ein einzelner Auftritt und die Spannschlösser bestehen aus Buchenholz.


Im Bronzezeit-Kino werden die Besucher der Salzwelten Michael Grabner und Konrad Mayer bei der Arbeit sehen können.

(Von Carmen Löw und Hans Reschreiter)

Der Standort Tulln der BOKU Wien.
(Bild: A. W. Rausch - NHM Wien)

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