Mittwoch, 3. Dezember 2014

Eine Stiege auf Reisen

Nach 3200 Jahren wieder ober Tage:
Hans Reschreiter fährt mit drei Wangenteilen
der Stiege aus. (Foto: A. W. Rausch)



Der geplante Wiederaufbau der Stiege in einer neuen Schaustelle der Salzwelten in Hallstatt rückt näher und die Vorbereitungen dazu laufen auf Hochtouren. Während die Auftritte und Distanzbretter zunächst zur Dokumentation und Kartierung ans Naturhistorische Museum nach Wien verbracht wurden und noch ein Abstecher an das Österreichische Gießerei-Institut nach Leoben bevorsteht, wo computertomografische Aufnahmen angefertigt werden sollen, verblieben die Wangenteile sowie die Spannschlösser nach ihrer Bergung in klimatechnisch optimaler Umgebung im Bergwerk. 


Die in Holzkisten verpackten Wangenteile der Hallstätter Stiege wurden mit dem Grubenhund ausgefahren. (Foto: A. W. Rausch)

Doch an einem sonnigen Herbsttag sollten auch diese Stiegenbauteile zum ersten Mal nach gut 3200 Jahren wieder ans Tageslicht befördert werden. Nach der Dokumentation mittels Laserscanner durch eine Mitarbeiterin des Ludwig Boltzmann Instituts fürArchäologische Prospektion und Virtuelle Archäologie wurden die Hölzer sorgsam verpackt und in den nächsttieferen Horizont transportiert, wo sie nun ihrem Wiederaufbau harren.

(Von Hans Reschreiter) 


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